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Bermuda-Shorts sind kein modisches Verbrechen

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Es ist kein Klischee, sondern eine Tatsache, die man sich auf der Zunge zergehen lassen kann: Auf Bermuda gehen Geschäftsleute tatsächlich im Sacko und Bermudashorts ins Büro. Bei meinem Kurzbesuch auf der Atlantikinsel, die sowohl Namensgeberin für die berühmten Shorts als auch für das mysteriöse Bermudadreieck ist, sind mir zwei Dinge klargeworden: 1. Die Bermuda-Shorts sind kein modisches Verbrechen und 2. Pünktlichkeit ist definitiv nicht nur eine deutsche Tugend.

Bermuda 1509 entdeckt, 100 Jahre später kamen die ersten Menschen

Bermuda, diese kleine, charmante Inselgruppe im Atlantik, wurde 1509 entdeckt – aber erst über 100 Jahre später wagten sich Menschen auf die aus Korallen bestehende Insel. Und das auch eher unfreiwillig: Das Segelschiff „Sea Venture“ krachte am 28. Juli 1609 in ein Riff der Bermudas und versank. Die 150 Mann starke Besatzung unter dem Kommando von Sir George Somers strandete und verbrachte zehn Monate auf der Insel, bevor sie mit den Resten des gesunkenen Schiffs und neuem Holz wieder in See stechen konnte. Drei Jahre später wurde die Stadt Saint George’s als erste Kolonie gegründet, die seit 2000 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.

St. Andrew's Kirche. Beliebt für Hochzeiten.
St. Andrew’s Kirche. Beliebt für Hochzeiten.

Für Urlauber ist die Insel, auf der es keine grelle Reklame, kaum Autos und sehr strenge Umweltgesetze gibt, der ideale Ort, um Energie wie ein Duracell-Häschen aufzuladen. Malerische pinkfarbene Strände, erstklassige Tauchreviere (viele Wracks harren hier auf dem Meeresgrund) und unzählige Golfplätze machen Bermuda zum perfekten Reiseziel für Strandliebhaber, Tauchenthusiasten und Golffanatiker.

Die Hotels bieten gehobenen Standard, Campingplätze sucht man vergebens. Aber keine Sorge, eine echte Alternative bieten zahlreiche Ferienhäuser und -wohnungen, die über Buchungsseiten wie Hundredrooms.de gefunden werden können. Bermuda liegt im Atlantik (nicht Karibik) und wird vom Golfstrom und der Sonne gekitzelt. Die beste Reisezeit ist von April/Mai bis Oktober, die Temperaturen liegen zwischen 23 und 29 Grad Celsius.

„Old State House“  war das erste Steinhaus auf Bermuda

Die Einwohner von Saint George sind besonders stolz auf ihre Stadt. Der ehemalige Bürgermeister, E. Michael Jones, zeigt mir während einer Stadtführung die Highlights: Das Rathaus am King’s Square, in dem sich auch heute noch der Amtssitz des Bürgermeisters befindet, das „Old State House“ (1620), das erste Steinhaus auf Bermuda und gleichzeitig das älteste Haus der Insel, sowie die weithin sichtbare „Unfinished Church“, die auf einem Hügel oberhalb der Stadt thront.

Wer jetzt auf den Gedanken kommt, sich auf der Insel niederzulassen, sollte eines haben: Geld, und zwar viel davon. Der durchschnittliche Verkaufspreis eines Hauses auf Bermuda liegt laut E. Michael Jones in den letzten Jahren bei über einer Million Dollar. Dabei handelt es sich nicht einmal um die prunkvollen Anwesen, die sich Prominente wie Michael Douglas und Catherine Zeta-Jones auf der Insel zugelegt haben.

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Der durchschnittliche Verkaufspreis eines Hauses auf Bermuda liegt laut E. Michael Jones in den letzten Jahren bei über einer Million Dollar.

Neubauten sind auf der Insel kaum vorhanden

Neubauten sind auf der Insel kaum vorhanden, da das bebaubare Land äußerst begrenzt ist. Das ganzjährig warme Klima zieht insbesondere Touristen aus den USA an. Die Nähe zu New York und die damit verbundene kurze Flugzeit (etwa 2 Stunden) machen Bermuda für Amerikaner zu einer äußerst attraktiven und kostspieligen Urlaubsregion.

Die Hauptstadt Bermudas, Hamilton, ist eine kleine Stadt mit knapp 1.100 Einwohnern, die vorwiegend aus Büro- und Geschäftsgebäuden besteht. Täglich pendeln mehr als 13.500 Menschen nach Hamilton, um dort zu arbeiten. Auf der 53 Quadratkilometer großen Insel leben heute etwa 60.000 Menschen.

Horseshoe Bay Beach ist zweifellos der schönste Strand

Der malerische Horseshoe Bay Beach ist zweifellos einer der schönsten und bekanntesten Strände der Insel. Er befindet sich an der Südküste im Southampton Parish. Seinen Namen verdankt er den charakteristischen Klippen, deren Form an ein Hufeisen erinnert. Ebenfalls im Süden der Insel gelegen, bietet der South Shore Park einen weiteren traumhaften Strand zum Entspannen und Genießen.

Für alle, die auf der Suche nach einem besonderen Souvenir sind, empfiehlt sich der berühmte „Bermuda Rum Cake“. Dieser köstliche Kuchen ist ein typisches Inselerzeugnis, das je nach Geschmack mehr oder weniger Rum enthält. Alternativ können Sie auch ein exquisites Parfum von der Parfümerie Lili Bermuda aus St. George in Erwägung ziehen. Die einzigartigen Düfte werden direkt auf der Insel in einer kleinen Manufaktur kreiert und sind exklusiv dort oder online erhältlich.

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Hinweis in eigener Sache: Dieser Artikel wurde teilweise von Reiseveranstaltern, Restaurants, Hotels, Fluggesellschaften und/oder Tourismusagenturen unterstützt. Wir legen größten Wert auf unabhängige und neutrale Berichterstattung; daher entsprechen die Meinungen, Eindrücke und Erfahrungen der jeweiligen Autoren ihren persönlichen Ansichten.

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Jörg Baldin
Jörg Baldinhttps://www.travelmagz.de
Jörg Baldin, Chefredakteur und Gründer vom Reisemagazin TRAVELMAGZ (powered by Breitengrad53), hat 2011 seine wahre Berufung gefunden: Urlaub machen und darüber schreiben! Seitdem hängt er ständig am Flughafen ab, packt seinen Koffer in Rekordzeit und erkundet die Welt. Ob am Strand, im Wald oder auf dem Berg - Jörg fühlt sich überall zu Hause. Kein Wunder, dass er immer eine Extra-Portion Sonnencreme dabei hat, um die schönsten Sonnenuntergänge am Strand zu genießen. Wenn es nach ihm geht, könnte die Welt ruhig noch ein paar mehr Strände vertragen - denn für Jörg gibt es nichts Besseres, als den Sand zwischen den Zehen zu spüren und den Wind um die Nase wehen zu lassen.